UNSEREN TOTEN

FEUERWEHRKAMERADEN

 

 

 

In Ehrfurcht und Treue gedenken wir aller

Feuerwehrkameraden, die in der Heimat

verstorben oder in den beiden Weltkriegen

gefallen sind und in fremder Erde

ruhen.

Wir wollen ihnen für ihre Kameradschaft, ihre

Einsatzbereitschaft und ihre aufopfernde

Tätigkeit zum Wohle und zur Sicherheit des

Nächsten immer danken und ihnen ein

Ehrendes Andenken bewarhen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mannschaftsstand mit 01.01.2005

  

Ortsfeuerwehrkdt:                           OBI     Amann Herbert 

Ortsfeuerwehrkdt-Stv.:                     BI      Oitzinger Hermann 

Gerätewart:                                        V      Steiner Manuel 

Schriftführer:                                     V      Rider Wolfgang 

Kassier:                                             HV     Frank Josef 

Kameradschaftsführer:                       OV    Eder Walter 

Funkbeauftragter:                             HFM   Roth Fritz 

Atemschutzbeauftragter:                   LM    Amann Alfred 

Hauptmaschinist:                               HFM  Mayer Matthias 

Zugskomandanten:                            BM    Gattermann Franz 

Gruppenkomandanten:                       LM    Amann Alfred

                                                          LM    Ganzer Wolfgang

                                                          LM    Schepp Hannes

                                                          LM    Unterrieder Dietmar

 

 BR   Ebner Peter                             OFM  Ebner Albert jun.                              Reservisten 

HFM  Durnig Herbert                        OFM  Mayer Michael 

HFM  Frank Jakob                             FM    Kampfer Manuel                              HFM   Ebner Albert 

HFM  Frank Josef Heinz                     FM    Kofler Bernd                                   HFM   Franke Herbert  

HFM  Hohenberger Georg                  FM    Masic Edis                                       HFM   Strauss Richard 

HFM  Köfeler Alois                             FM    Pressinell Mario                               HFM   Unterrieder H.

HFM  Pacher Hans - Jörg                   FM    Santler Georg                                  HFM    Zojer Erwin

HFM  Reiner Richrad                          FM    Scherzer Claudia                              HV     Ebner Reinhold 

HFM  Schaller Josef                            FM    Scherzer Jaqueline

HFM  Schaller Kurt                             FM    Uggowitzer Christoph 

HFM  Steiner Wilhelm                         FM    Zima Thomas 

HFM  Wallner Gebhard                       PFM  Strauß Rene 

 

 

Altmitglieder

 

 LM   Gfrerer Johann                        HFM   Thaler Vitus                                    HFM   Oberzauchner J.

HFM  Bauer Willi                               HFM    Kaltenhofer Norbert 

 BM   Durnig Robert                         HFM    Hohenberger Egon  

HFM  Steiner Walter                         HFM   Ratz Helmut 

HFM  Zima Albert                             HFM    Madritsch Ernst 

HFM  Zima Johann                            HFM   Drußnitzer Walter 

HFM  Strauß Richard                         HFM   Winkler Matthias 

 

 

 

 

 

 

 

Aus der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr

Pobersach-Feffernitz (1915-2005)

 

 

 

Wenn heute, im Jahre 2005 Dörfer und Siedlungen durch schöne

Asphaltstraßen miteinander verbunden sind, so waren diese dagegen vor 90 Jahren noch schmal, holprig und höchstens nur mit dem Pferdewagen

befahrbar. Aus dieser Erkenntnis heraus hegte man in den Dörfern Feffernitz

und Pobersach schon längere Zeit den Wunsch, eine eigene, ortsansässige Feuerwehr zu gründen, um die Bewohner beider Ortschaften mit ihrer

Umgebung vor Brandkatastrophen zu schützen. Die Brände am 24.3.1914 bei

Peter Wallner vlg. Urle in Pobersach und der Brand am 21.4.1914 beim Wirtschaftsgebäude von Josef Winkler vlg. Peterbauer in Feffernitz waren ausschlaggebend, dass am 21. Mai 1914 im Zuge einer Vollversammlung die Feuerwehr Feffernitz gegründet wurde. 32 Mann traten sofort der Freiwilligen Feuerwehr Feffernitz bei, zu deren Hauptmann Christian Scherzer vlg. Spitaler

in Feffernitz gewählt wurde.

 

Motorspritzenweihe

der Feuerwehrwache


Feffernitz am


7.6.1931.

 

Erster

Kommandant der


FF Feffernitz


Christian Scherzer


(†) (Bildmitte)

 

 

Die Funktion seines Stellvertreters wurde Peter Müller zuerkannt. Don von

Idealismus getragenen Männern fehlten jedoch noch die notwendigen Geräte,

um ihren in Not geratenen Mitmenschen echte Hilfe bieten zu können. Am 20.

Juni 1914 wurde die Anschaffung einer Spritze bei der Firma Jergitsch in

Klagenfurt zu einem Preis von 1.850 Kronen beschlossen. Wegen dem

 

Ausbruch des Ersten Weltkrieges konnte dieser Plan jedoch von der Firma

Jergitsch nicht realisiert werden. Als Ersatz standen zwei alte Karrenspritzen

zur Verfügung. Trotzdem aber wurde der Bau eines Rüsthauses zur

Notwendigkeit, und Christian Scherzer stellte den dazu erforderlichen

Baugrund kostenlos zur Verfügung. Erst nach dem Ende des Ersten

Weltkrieges konnte aus dem Heeresbestand eine nur wenig gebrauchte Spritze

erstanden werden. 60 Meter Schlauchmaterial, jedoch nur Aussschußware,

standen vorerst der jungen Feuerwehr zur Verfügung. Der Bestand aber konnte

durch Schlauchspenden von umliegenden Freiwilligen Feuerwehren erhöht

werden. Im Laufe der nächsten Jahre wurde die Freiwillige Feuerwehr

Feffemitz des öfteren auf die Bewährungsprobe gestellt. Am 9.1.1923 wurde

die Harpeintnkeusche ein Raub der Flammen. Deren Besitzer konnte nur mehr

als verkohlte Leiche geborgen werden. Am 17.12.1929 brach im

Wirtschaftsgebäude vlg. Stroner in Feffemitz ein Brand aus.

 

 

Aufatmen konnten unsere Florianjünger am 19.1.1931. An diesem Tage wurde

bei der Firma Rosenbauer in Linz die erste Motorspritze zu einem Preis von

ATS 5.500,- angekauft. Die halbe Summe davon wurde vom

Landesfeuerwehrverband beigesteuert. Ein dazu notwendiger Wagen sowie

Schlauchmaterial und Geräte verschiedener Art waren ebenfalls erforderlich.

 

 

Der hierzu notwendige Geldbetrag wurde durch Spenden von Bewohnern

beider Ortschaften mit Umgebung aufgebracht. Im Zuge einer

Festveranstaltung wurde am 7.6.1931 die neue Motorspritze geweiht. Zu diesem

Zeitpunkt befassten sich aber die in Pobersach wohnenden

Feuerwehrkameraden schon mit dem Gedanken, in ihrem Dorfe eine eigene

Feuerwehr zu gründen und lösten sich asbald von der Feuerwehr Feffemitz. Sie

wurden vorübergehend als Löschzug Pobersach der FF FeistritzlDrau

unterstellt. Doch der Gedanke einer eigenständigen Wehr in Pobersach wollte

nicht mehr zur Ruhe kommen. Der Ankauf ihrer Motorspritze, Tpy Klein

Florian P 12, bei einer Wasserlieferung von 200 Litern pro Minute, zu einem

Preis von ATS 1.980,-, erfolgte am 15. Mai 1932. Die Organisation des

Ankaufes lag in den Händen von Peter Wallner, der auch die Führung des

Löschzuges Pobersach zur damaligen Zeit über hatte. Der Geldbetrag von ATS

1.000,- wurde von der öffentlichen Hand im Zuge einer Subvention

beigesteuert. Der Rest durch freiwillige spenden der Ortsbewohner aufgebracht.

 


 

Motorspritzenweihe

der FF Pobersach am

5.6.1932

 

 

Die Weihe der neuen Motorspritze erfolgte am 5.6.1932 im Gastgarten von

Peter Wallner. Er wanderte alsbald in die Steiermark aus.

 

 

Ein lang gehegter Wunsch ging für die Männer aus Pobersach am 18. Juni

1933 in Erfüllung. Mit diesem Tag konnte die Gründung der Freiwilligen

Feuerwehr Pobersach der Bezirkshauptmannschaft in Villach bekanntgegeben

werden. Zum Hauptmann wurde Johann Pernull vlg. Wildhaber, und zu seinem

Stellvertreter Johann Unterrieder vlg. JackeIe, beide aus Pobersach, gewählt.

 

 


 

Hans Pernull (†) vlg. Wildhaber in Pobersach
Kommandant der Feuerwache Pobersach von

19.6.1933 bis zum Jahre 1943

 

 

Die Funktion des Schriftführers und des Kassiers übernahm Friedrich

Zelsacher. Das Gründungskränzchen am 2.7.1933 brachte einen Reingewinn

von 122,85 Schilling. Aus diesem Ertrag wurde am 8.4.1934 ein Signalhorn zu

einem Preis von ATS 25,- angekauft, das dem zukünftigen Hornisten Thomas

Regittnig anvertraut wurde. Nachstehend sei noch erwähnt, dass der Bau des

Rüsthauses in Pobersach im Jahre 1932 auf einem Grundstück der Pobersacher

Nachbarschaft erfolgte.

 

 

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im Jahre 1938 wurden

auch die Feuerwehren in unserem Land neu organisiert. Im Jahre 1939 betrug

die Mannschaftsstärke der FF Feffernitz nur mehr aus 9 Mann aktiv, 9 Mann

Reserve und 3 Mann Sanitätsmitgliedern. Am 31.12.1939 legte der seit dem

Jahre 19 14 gewesene Kommandant Christian Scherzer seine HauptmannsteIle

zurück. Sie wurde von Meinrad Burgstaller vlg. Ruaß in Feffernitz

übernommen. Der langjährige Kommandant der FF Pobersach, Johann Pernull,

trat im Jahre 1943 von diesem Posten zurück. Sein Nachfolger wurde Franz

Schaller vlg. Stubner in Pobersach, der dieses Amt am 19.4. an Christian

Wallner vlg. Urle in Pobersach weitergab.

 

 


 

Im Bild links: Franz Schaller sen. vlg.
Stubner in Pobersach mit Hans Sima aus
Feffernitz

 

 


 

Christian Wallner (†) – Kommandant der
FF Pobersach von 19.4.1944 – Mai 1945 und von
17.5.1948 – 31.12.1952

 

 

Nach den fürchterlichen Geschehnissen des Zweiten Weltkrieges begann man

sich im Mai 1945 bei den Feuerwehren wieder neu zu formieren. Franz

Schaller wurde wieder zum Kommandanten gewählt. Nach einem nochmaligen

Wechsl mit Christian Wallner am 17.5.1948, nahm Johann Unterrieder am

1.1.1953 als neu gewählter Kommandant die Zügel der Feuerwache Pobersach

in die Hand.

 

 


 

Im Bild links: Johann
Unterrieder (†) vlg. Jackele
in Pobersach - 
Kommandant der FF
Pobersach von 1.1.1953 bis
9.2.1964

 

 

Ein Kommandowechsel in Feffernitz erfolgte ebenfalls in den Kriegsjahren. Zu

dieser Zeit wurde das verantwortungsvolle Amt des Ferwehrkommandanten

von Meinrad Burgstaller an Johann Winkler vlg. Peterbauer in Feffernitz

 

 

übertragen. Dieser Übergab dasselbe am Anfang des Jahres 1954 an Peter

Müller, Schuhmachermeister und Landwirt in Feffernitz.

 

 


 

Peter Müller (links) von 1952 – 1972
Kommandant der FF Feffernitz, Winkler
vlg. Peterbauer (rechts) – von 1946 – 1951
Kommandant der FF Feffernitz

 

 

Gab es in der ersten Hälfte der fünfziger Jahre für beide Feuerwehren keine

nennenswerten Einsätze, so schlug der Feuerteufel im Jahre 1955 wieder mit

aller Härte zu. Im Juni desselben Jahres brach beim Wirtschaftsgebäude Rueß

in Feffernitz ein Brand aus. Auch die Feuerwache Pobersach wurde zu Hilfe

gerufen. Sie luden ihre Motorspritze auf einen Ziehkarren und fuhren auf dem

Feldwege nach Feffernitz. Unterwegs brach ein Rad des Fahrgestelles

zusammen. Der Karren samt Motorspritze von Männern auf einer Seite

gestützt, erreichten die Helfer aus Pobersach den Brandplatz. Im Jahre 1959

wurde das Anwesen vlg. Seerader in Pobersach ein Raub der Flammen.

 

 

 

Mehr als dreißig Jahre standen nun schon bei beiden Feuerwehren die

Motorspritzen in Verwendung und eine Neuanschaffung auf diesem Gebiet

wurde zur dringenden Notwendigkeit. So erhielten die Feuerwache Pobersach

am 10.9.1962 und die Feuerwache Feffernitz am Anfang des Jahres 1963 ihre

neuen VW-Motorspritzen von der Firma Rosenbauer geliefert.

 

 


 

Im Bild oben
rechts Hans
Lamprecht - 
von 9.2.1964
bis Feber
1968
Kommandant
der
Feuerwache
Pobersach,
daneben sein
Stellvertreter
Josef
Schupp.

 

 

Nach langer, verdienstvoller Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr, legte am

9.2.1964 der Kommandant der FF Pobersach, Johann Unterrieder, aus

Altersgründen sein Amt zurück. An seine Stelle wurde Johann Lamprecht vlg.

Seerader gewählt.

 

Großeinsatz gab es für die Feuerwehren des Drautales in den Jahren 1965 -

1966. In dieser Zeit trat die Drau dreimal über die Ufer, und große Teile des

Drautales wurden von den Wassermassen überschwemmt.

 

 


 

Hochwasser im Jahre 1965

 

 

Beim Leistungswettbewerb in der Stufe 1 im Jahre 1968 in Arnoldstein konnte

eine Gruppe der FF Feffernitz mit Hans Gfrerer als Gruppenkommandant

254,65 Punkte und somit den Titel eines Abschnittsmeisters erringen. Sie

waren auch bei der Landesmeisterschaft in Klagenfurt angetreten. Eine Gruppe

aus Pobersach mit Norbert Eder an der Spitze erreichte mit 243,30 Punkten den

sechsten Rang.

 

 

Bei der Motorspritzenweihe im August 1968 in Feffernitz wurden

Leistungsabzeichen verliehen. Im Februar desselben Jahres wurde in Pobersach

wieder ein Komrnandowechesl vollzogen. Norbert Eder nahm nun die

Geschichte der Feuerwache in die Hand und mit ihm war auch ein großer

Zutritt von jungen Männern in die Kameradschaft zu verzeichnen. Die

Feuerwache Feffemitz erhielt im gleichen Zeitraum von der Feuerwache

Fresach einen Anhänger für ihre Motorspritze. Bis zum Jahre 1972 hatte sich

bei beiden Feuerwehren außer den üblichen Ereignissen, wie Übungen,

Schulungen Kursbesuche verschiedenster Art sowie Feste und

Kameradschaftsabende nicht allzu viel zugetragen.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Bildmitte:
Ing. Norbert
Eder (†) 
Kommandant
der FF
Pobersach
vom
18.2.1968
bis
26.9.1975

 

 

Im April 1072 mussten in Kärnten auf Grund eines neuen Feuerwehrgesetzes

wieder Kommandantenwahlen durchgeführt werden. Wählbar waren ab diesem

Zeitpunkt nur mehr Feuerwehrmänner, die den Chargenlehrgang an der

Landesfeuerwehrschule in Klagenfurt erfolgreich abgeschlossen hatten.

Kommandant Peter Müller stellte seine Funktion zur Verfügung. Ihm wurde

später für seine verdienstvolle Tätigkeit bei der Feuerwehr Feffernitz der Titel

des Ehrenkommandanten verliehen. Zu seinem Nachfolger als Kommandant

wurde Hubert Reiner das Vertrauen ausgesprochen. Ihm zur Seite als

Stellvertreter trat Johann Gfrerrer.

 

 


 

Peter Müller wird zum

Ehrenkommandanten von Feffernitz

ernannt. Überreichung der
Ehrenkunde durch BI Hubert
Rainer

 

 

 

In Pobersach wurde Norbert Eder zum Kommandanten wiedergewählt, das

Vertrauen für seinen Stellvertreter erhielt Peter Ebner aus Mühlboden .

 

 


 

Peter Ebner in Bildmitte 
Kommandant der 
Feuerwache Pobersach
von 5.11.1975 bis
25.5.1979

 

 

Unter dem Kommando von Gruppenkommandanten Robert Durnig nahm eine

Gruppe der FF Pobersach am Leistungswettbewerb in der Stufe 1 teil und

erreichte mit 240,15 Punkten hinter Ferndorf den dritten Rang. Dieselbe

Gruppe erreichte in den darauffolgenden Jahren mit 227,40 Punkten in der

Stufe TI und mit 255,45 Punkten in der Stufe III jeweils den dritten Rang.

 

 


 

Zweite

Leistungsgruppe
der Feuerwache
Pobersach in
der Stufe III in
Puch – GK
Löschmeister
Robert Durnig

 

 

 

In derselben Zeit aber wurde das Gespräch über eine Wiedervereinigung bei der

Feuerwehren immer häufiger geführt und der für uns so wichtige Tag der

Wiedervereinigung schien unaufhaltsam immer näher an uns heranzurücken.

Rege Diskussionen bezüglich der Namensgebung der vereinigten Feuerwehr

schienen sich anzubahnen und wurden auch später in genannter Form mit viel

Ortspatriotismus durchgeführt. Das erste Kontaktgespräch, an dem die

Ausschüsse bei der Feuerwehren teilnahmen, fand im Gasthof Stroner in

Feffernitz am 15.12.1978 statt, wobei keine Einigung erzielt werden konnte.

Der Wille für weitere Gespräche war jedoch vorhanden.

 

 

Die Zusammenlegung der beiden Feuerwehren, mit der die Schlagkraft bei

Einsätzen erhöht werden sollte, erfolgte am 25. Mai 1979. Dieses Ereignis

vollzog sich unter dem Beisein von Vizebürgermeister Hermann

Scheidenberger und dem Gemeindefeuerwehrkommandanten Insp. Oskar

Dorner. Ein wahrlich großer Tag in unserer Vereinsgeschichte. Für die Wahl

zum Kommandanten der vereinigten Feuerwehr stellten sich Hubert Rainer aus

Feffernitz und Peter Ebner aus Pobersach, der die Mehrheit für sich

entscheiden konnte. Zu seinem Stellvertreter wurde Herbert Amann von der

Feuerwache Feffernitz gewählt. Das große Problem der Namensgebung wurde

im Zuge einer demokratischen Wahl gelöst. Eine knappe Mehrheit von nur

einer Stimme entschied sich für den Namen Pobersach-Feffernitz. Dagegen

stand eine Namensführung in umgekehrter Reihenfolge zur Wahl. Im Zuge

einer bald darauf folgenden Vollversammlung wurden die übrigen Funktionen

neu besetzt. Auf Grund der großen Mannschaftsstärke - Die Feuerwache

Pobersach-Feffernitz weist zur Zeit ihrer Gründung einen Aktivstand von 71

Mann auf - wurden Robert Durnig und Walter Steiner sen. Zu Zugfühern

ernannt. Die gesamte Mannschaft wurde in vier Gruppen aufgeteilt, denen

Josef Strauß, Josef Kerikes, Hans Gferrer und Peter Gfrerrer als

Gruppenkommandanten vorgestellt wurden. Peter Gfrerrer kam in der Nacht

vom 9. auf den 10. November bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben.

An seine Stelle trat Walter Drußnitzer. Schriftführer wurde Reinhold Ebner,

Kassier Josef Ebner, der diese Funktion an Albert Maier weitergab. Zum

Funkbeauftragten wurde Willi Bauer ernannt. Das schöne Amt des

Kameradschaftsführers wurde Hubert Rainer anvertraut. Er wurde aber in der

Folge für seine Verdienste in der Feuerwehr zum Ehrenkommandanten der FF

Pobersach-Feffernitz ernannt und gab aus diesem Grunde die Funktion des

 

Kameradschaftsführers wieder ab. An seine Stelle trat Norbert Kaltenhofer. Da

Herbert Amann die Wohnung im neuerbauten Rüsthaus beziehen durfte,

übernahm er auch den Posten des Gerätewartes.

 

 


 

BI Peter Ebner - 
erster Kommandant
der wiedervereinigten Freiwilligen
Feuerwehr
Pobersach-
Feffernitz

 

 

In der Nacht zum 12.8. 1979brach im alten Wohnhaus von Oberzauchner vlg.

Rueß in Feffernitz ein ,Brand aus, und die noch nicht drei Monate alte

Feuerwehr hatte schon ihre erste Feuerprobe zu bestehen. Die Feuerwehren

FeistritzlDrau, Kellerberg und Lansach standen ebenfalls im Einsatz.

 

 


 

Brandruine des alten Wohnhauses vlg. Rueß
in Feffernitz

Zu diesem Zeitpunkt war man schon gemeinsam in das neuerbaute Rüsthaus in

Mühlboden eingezogen. Das neue Rüsthaus, mit dem ebenfalls neu errichtetem

Freizeitzentrum und der neuen Anlage für die Feuerwehrleistungsbewerbe

wurde am 14.06.1980 von Landeshauptmann Leopold Wagner eröffnet und

offiziell seiner Bestimmung übergeben.

 

 

 

Einweihung des
neuen
Löschfahrzeuges
der FF Pobersach-
Feffernitz

 

 

Das schon im Jahre 1979 neu angekaufte Löschfahrzeug, dem die beiden

ehemaligen Feuerwehren jeweils einen Geldbetrag von ATS 25.000,- 
beisteuerten, wurde am 12.7.1980 im Rahmen einer Festveranstaltung von den

beiden geistlichen Herren der katholischen und evangelischen Kirche, R.

Ortner und E. B. Helsch, geweiht. Bei der Jahreshauptversammlung am

9.1.1982 wurde der evangelische Pfarrer aus Feffernitz E. B. Helsch zum

Ehrenmitglied der Feuerwache Pobersach-Feffernitz ernannt. Gemeinsam aber

schauen wir jetzt alle zu unserer neuen Vereinsfahne auf, die mit einer Summe

von 45.000,- Schilling aus der Vereinskassa angekauft und am 15.8.1982 im

Rahmen einer Festveranstaltung geweiht wurde. Mögen auch in Zukunft sich

alle Kameraden um diese Fahne scharen, um unser schönes Tal mit ihrer

Bevölkerung vor Bränden und Katastrophen schützen zu können

 

 

 

Fahnenweihe der
Feuerwehr
Pobersach-
Feffernitz

 

 

In dieser Zeit der Zusammenlegung gab es natürlich für unsere Feuerwehr viel

zu tun. Es konnte jedoch festgestellt werden, dass die so wichtige gute

Kameradschaft bald auf festen Säulen stand und damit Großes geleistet werden

konnte. Aufbau von Leistungsgruppen, Beschickung von Kursen

verschiedenster Art, sowie eine große Anzahl von Übungen und Schulungen

prägten die erste Zeit der neugegründeten Feuerwache Pobersach-Feffernitz.

Neben den oben genannten Schwerpunkten wurde aber auf die so wichtige

Kameradschaftspflege und Kontaktaufnahme mit der Bevölkerung in der

Umgebung nicht vergessen. Sommerfeste, Kameradschaftsabende,

Kinderschirennen mit Belustigungen für Erwachsene im Schnee, sowie

Krankenbesuche, Ehrungen von Jubilaren, gehörten nun zu unserem festen

Arbeitsprogramm.

 

 

Im Frühjahr des Jahres 1984 wurde im Rüsthaus der FF Pobersach-Feffernitz

die neue Funkstation installiert. Sie wurde mit einem Preis von rund ATS

40.000,- aus der Kameradschaftskasse finanziert.

 

 

Bei den Leistungsbewerben der Stufe I und III in Föderlach nahmen je eine

Gruppe teil.

 

 

Wettkampfgruppen vom
Jahre 1984 in Stufe I: GK
Ostrowerhow Kutzmar,
Stufe III: GK Drußnitzer
Walter

 

 

Am 4. und 5. August 1984 gab es für unsere Feuerwehr ein großes Fest. Es galt

das 70 jährige Bestehen dieser Gemeinschaft würdig zu feiern. Gab es am

Samstag den 4.8. am Abend eine große Tanzveranstaltung in der Eishalle, so

wurde am Sonntag dieses Ereignis mit einem ökonomischen Gottesdienst und

einen Frühschoppen gefeiert.

 

 

 

Aufmarsch der
Feuerwehren auf den
Festplatz

 

 

Da Bauer Willi im Jahre 1985 die Funktion als Funkbeauftragter nicht mehr an

 

 

sich nahm, mnsste hier gleich zn Beginn des neuen Jahres eine Lösung

gefunden werden. Aus diesem Anlass fand am 15.1.1985 eine mit allen

Funkern der FF Pobersach-Feffernitz statt, bei welcher Roth Fritz die Funktion

als Funkbeauftragter übernahm. Als Nachfolger des Kameradschaftsführer

Kaltenhofer Norbert wurde Bauer Willi gewählt. Ebner Albert wurde sein

Stellvertreter.

 

 

Auf Grund des Feuerwehrgesetzes werden bei allen Feuerwehren alle 6 Jahre

die Kommandanten neu gewählt. Diese Wahl fand am 18.6.1985 statt. Zur

Wahl stellten sich Amann Herbert sen. Sowie Ebner Peter, wobei Ebner Peter

das Vertrauen für weitere 6 Jahre ausgesprochen wurde. Amann Herbert sen.

Wurde zum Kommandantenstellvertreter gewählt.

 

 

 

Bürgermeister Hermann
Scheidenberger graturliert
Peter Ebner zur gewonnen 
Kommandantenwahl

 

 

Am 18.3.1988 war ein großer Tag flir unsere Feuerwehr da wir ein neues

Löschfahrzeug von der Firma Marte übergeben wurde. Finanziert wurde das

ATS 2.110.000,- teure Gerät mit ATS 550.000,- vom Land Kärnten. Den Rest

der Kosten übernahm die Marktgemeinde Patemion. Aus der

Kameradschaftskasse wurde die Anschaffung einer Schmutzwasserpumpe mit

einem Preis von ATS 24.000 gekauft.

 

 

 

Einweihungsfeier des neuen 
Löschfahrzeuges

 

 

Nachdem der Kommandant der Stützpunktfeuerwehrwache Feistritz Drau

Oskar Domer aus Altersgründen auch das Amt als Abschnittskommandanten

des Abschnittes "Unteres Drautal" zurücklegen musste, wurde Ebner Peter bei

der Wahl am 8.1.1989 einstimmig zu seinem Nachfolger bestellt.

 

 

 

Johann
Oberzauchner
am Tag nach
der Brand-
katastrophe

 

 

Großalarm für die Feuerwehren des unteren Drautales gab es am 14.3 um 17:30

Uhr. Im Wirtschaftsgebäude des Landwirtes Johann Oberzauchner vlg. Rueß in

Feffernitz brach ein Brand aus. 150 Feuerwehrmänner standen dabei im Einsatz

und konnten einen Teil des Wirtschaftsgebäudes vor der Vernichtung der

Flammen retten. Auch wurde ein Übergreifen der Flammen auf Nachbarobjekte

verhindert.

 

 

Die nächsten Jahre vergingen ohne größere Zwischenfalle. Es wurden

Altkameradenbesuche sowie Kameradschaftstreffen abgehalten. Leider

mussten auch einige Altkameraden zu Grabe getragen werden.

 

 

 

60. Geburtstag
von Bauer
Willi mit Pirker
Egon, Amann
Herbert, Ebner
Peter und 
Franz Bauer
Gieselar

 

 

Am 16.6.1998 legte Peter Ebner seine Funktion als Kommandant zurück. Als

Nachfolger wurde Amann Alfred gewählt. Sein Stellvertreter wurde Maier

Günther

 

 

Kommandant Amann Alfred neben seinen Stellvertreter Maier Gunther

 

 

Den nächsten Wechsel in der Führung der FF Pobersach - Feffernitz gab es im

Jahre 2002. Nachdem Amann Alfed sein Amt als Kommandant zurücklegte

wurde sein Bruder Amann Herbeit sein Nachfolger. Als

Kommandantenstellvertreter wurde Oitzinger Hermann das Vertrauen

ausgesprochen.

 

 

 

Kdt. Amann Herbert (Bild
Mitte) mit den „jungen“
Mitglieder der FF
Pobersach-Feffernitz

 

 

 

 

 

 

Herzlichen Dank

 

 

sagen wir allen, die geholfen haben die Geschichte der Feuerwehr zu

beleuchten. Besonderen Dank gilt hierbei unsrem Altmitglied Bauer Willi

welcher sehr lange Zeit die Chronik der FF Pobersach - Feffernitz unter sehr

hohen Zeitaufwand hervorragend geschrieben hat. Herzlichen Dank sagen wir

allen Personen und Firmen, die durch ihre Werbeeinschaltungen ermöglicht

haben, diese Festschrift herauszugeben.

 

 

So sind 90 Jahre seit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr PobersachFeffernitz

vergangen. Eine schöne Spanne Zeit des Bestehens, in der sich

gezeigt hat, dass diejenigen Männer, die sich damals der Gründung widmeten,

etwas Dauerndes geschaffen haben. Im Hinblick darauf, dass die Feuerwehr in

dieser Zeit viel Schaden verhütet hat, sind wir den damaligen Gründern, den

Gemeindevertretern, dem Land Kärnten, den Gönnern und all unseren

Vorgängern ehrerbietigsten Dank schuldig.

 

 

ZAMG Wettervorhersage

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